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Akt fotografieren: Ein Grundlagen-Tutorial

Aktfotografie – das klingt zunächst einmal schmuddelig. Aber die Ergebnisse ästhetischer Akt- und Erotikfotografie sind tatsächlich eine hohe Kunst – die darin besteht, Körper anspruchsvoll in die Umgebung einzubetten, auszuleuchten und ins Szene zu setzen – kurz: ein stimmiges, erotisches Gesamtbild zu schaffen. Mithilfe von Aktfotografie kann man sehr viel übers Fotografieren an sich lernen – allen voran, mit Menschen zu arbeiten. Dabei kann man aber auch viel falsch machen.

In diesem Artikel gibt es einen Überblick darüber, wie ihr gelungene Aktfotos selber machen könnt und worauf ihr achten solltet. Dabei sei aber gleich vorangestellt, dass es bei ästhetischer Aktfotografie in diesem Kontext um die erotische Inszenierung von Akt einzelner Models geht, ausdrücklich nicht um sexuelle Handlungen vor der Kamera – denn das ist Pornografie!

Übersicht

Technik bei der Aktfotografie

Wie bei so vielen anderen Bildern kommt ihr auch bei wirklich stilvoller Inszenierung von Akt- und Erotikfotografie um eine Spiegelreflexkamera nicht herum. Selbstverständlich könnt ihr auch mit einer Kompaktkamera oder dem Smartphone gut Akt fotografieren, doch für tatsächlich stimmungsvolle Erotikfotografie, insbesondere bei diffusem Licht, bietet sich eine Nikon oder Canon-Kamera mit einem lichtempfindlichen Teleobjektiv an. Ihr solltet kein Weitwinkelobjektiv verwenden, sondern für Unschärfe und dem gezielten Erfassen von Details auf ein Objektiv mit mindestens 50mm Brennweite zurückgreifen. Eine größere Brennweite ist dabei wesentlich besser. Meine Allzweckempfehlung ist Objektiv mit 135mm Brennweite, wenn euer Raum nicht zu klein ist.

Technik Aktfotografie

Als weitere Ausstattung benötigt ihr nicht unbedingt teures Equipment. Am wichtigsten für die Akt- und Erotikfotografie ist ein Hauptlicht als Lichtführung. Mit einem harten, wattstarken Licht, einer Styroporplatte zur Reflektion, ein oder zwei Softboxen bzw. als Ersatz Standardlampen mit Milchglasfolie und einem flexiblem Blitzlicht oder einer kleinen Blitzanlage seid ihr für die meisten Ansprüche ästhetischer Erotikfotografie sehr schon gut ausgerüstet. Natürlich sind Softboxen, die das Hauptlicht etwas diffuser werfen, immer eine gute Option. Jedoch bietet sich für die stimmungsvolle Fotografie von Akt auch ein relativ hartes Licht an, das kontrastreiche Schatten wirft. Es gibt verschiedene Möglichkeiten bei der Ausleuchtung von Aktfotografie. Zum einen könnt ihr euer Model in einem hellen, lichtdurchfluteten Raum mit starker Lichtführung inszenieren (High-Key), mit geringem Hauptlicht und Schatten zu spielen (Low-Key) oder einfach das vorhandene Licht als Lichtführung zu verwenden. Ich persönlich bin bei Aktfotografie ein Fan der zweiten Variante – Low-Key, insbesondere bei Fotos in schwarzweiß. Denn hier wirken die Bilder durch eine dezente Lichtführung am geheimnisvollsten, noch dazu atmosphärisch und stilvoll. Dazu braucht ihr meist nicht viel mehr als eine Quelle als Hauptlicht und einen Reflektor in einer ohnehin bereits diffusen Umgebung.

Ihr könnt auch eine Blitzanlage mit Taschentüchern o.ä. absoften und sie weiter weg von eurem Model aufbauen, um damit als Hauptlicht eine grundlegende Lichtführung zu gewährleisten, ohne dass euer Aktmodell oder gar die Umgebung überstrahlt. Hierbei soll die Blitzanlage wirklich nur über Reflektoren eine geringfügige Helligkeit erzeugen, sodass die Umgebung immer noch größtenteils im Dunkeln liegt. Die Blende sollte eher geschlossen als geöffnet sein. Das heißt, stellt für die Blende einen etwas höheren Wert ein. Ein guter Richtwert ist in etwa f1,8 bei standardmäßiger Low-Key-Ausleuchtung. Der ISO eher zu niedrig als zu hoch gewählt werden, um unschönes Bildrauschen zu vermeiden, ein ISO-Wert von etwa 200 ist ein guter Ansatz. Aber letztlich ist Ausleuchtung und das damit verbundene Resultat bei stimmungsvoller Akt- und Erotikfotografie eurer Entscheidung, dem Willen eures Models, den gegebenen Räumlichkeiten und nicht zuletzt dem individuellen Geschmack geschuldet. Mehr zu den Einstellungen an der Kamera und dem Setzen von Hauptlicht als Lichtführung und Aufhellern bei Low-Key und High-Key findet ihr in dem Artikel über die Beleuchtung bei der Portraitfotografie.

Euer Model bei der Aktfotografie

Am wichtigsten bei ästhetischer Akt- und Erotikfotografie ist natürlich euer Model. Bei Hobbyfotografen wird dies meist der feste Partner sein. Das ist natürlich der Idealfall, da hierbei die Geduld beim Shooting und die Hemmschwelle, sich vor Kamera und dem Fotografen zu entkleiden, aufgrund des bereits bestehenden Vertrauensverhältnisses am größten ist, ebenso das Einnehmen bestimmter Posen. Es gibt völlig unterschiedliche Charaktere, manche Partner haben überhaupt kein Problem bei Aktfotografien mit ihnen, manche genieren sich aber dann doch, wenn es darauf ankommt. In diesem Fall sollet ihr entsprechend sensibel mit eurem Partner umgehen.

richtiges Aktmodel findenWenn sich euer Partner nicht zur Verfügung stellt, gibt es die Möglichkeit, ein Fotomodel über Agenturen oder Foto-Communities zu akquirieren. Wenn ihr in eurem Umfeld schon als guter Fotograf bekannt seid, könnte es unter Umständen auch passieren, dass ihr von Bekannten gefragt werdet, von Ihnen Akt in bestimmten Posen zu fotografieren. Dementsprechend vorsichtig solltet ihr mit diesen Personen umgehen – sie bringen euch nämlich viel Vertrauen entgegen. Und es gibt letztlich auch die Möglichkeit, sich selbst als Model für Posen von Aktfotos abzulichten – sei es mit Selbstauslöser oder einer Person eures Vertrauens hinter der Kamera. Wie auch immer, gute und ästhetische Erotikfotografie ist oftmals ein schönes und sehr persönliches Geschenk für den jeweiligen Partner oder für eigene oder gemeinsame Erinnerungen. Kommen wir zum Wesentlichen, nämlich was es bei dem richtigen Umgang mit eurem Fotomodel zu beachten gilt.

Stimmung und Verhalten bei der Aktfotografie

Akt zu fotografieren ist ein sensibles Feld. Dadurch, dass die Akt- und Erotikfotografie und insbesondere das Aktshooting an sich einen speziellen Teilbereich der Portraitfotografie darstellt und ihr mehr als bei anderen Shootings sehr vorsichtig mit euren Models vorgehen müsst, fällt dieses Kapitel des richtigen Verhaltens etwas umfangreicher aus. Essentiell für das Wohlergehen eures Models ist die Atmosphäre. Das beginnt mit der passenden Umgebung und endet mit eurem Verhalten vor, während und nach dem Shooting. All das beeinflusst die Einstellung eures Models und damit auch die Qualität der Erotik eurer Fotografie maßgeblich. Zwar ist jeder Mensch verschieden und hat eine andere Erziehung genossen und damit eine differenzierte Ansicht über Nacktheit, Akt-Posen und Erotik generell. Allen gemeinsam ist dem Auf- und Ausbau einer grundlegenden Vertrauensbeziehung zwischen euch als Fotografen und dem Model beim Shooting.

Die allerwichtigste Grundregel als Fotograf ist es, eine gelungene Balance aus Professionalität, humorvoller Lockerheit und Einfühlungsvermögen bei der Fotografie von Akt und Erotik zu finden. Je nach Charakter und Schüchternheitsgrad eures Models sollte die eine oder andere Vorgehensweise während dem Shooting mehr oder weniger präsent sein, ihr als Fotografen müsst euch auch flexibel anpassen. Die zweitwichtigste Grundregel ist es, stets Zufriedenheit und positive Freundlichkeit während dem Shooting auszustrahlen. Schaut niemals, auf keinen Fall, zweifelnd oder sprecht das sogar aus! Selbst das professionellste Model mit den tollsten Posen wird davon verunsichert! Euer Model wird sich während der Akt- und Erotikfotografie ganz auf euch verlassen, also geht behutsam mit dieser Verantwortung um. Vielmehr als bei der Fotografie von Portraits wird bei Aktfotografie das Model den Fehler bei sich selbst suchen, sich für zu dick oder unästhetisch halten oder vergleichbares. Um das zu vermeiden, hat sich bei der Fotografie von Akt folgendes bewährt: erklärt nett und mit stets freundlichem Gesichtsausdruck, was ihr verändern möchtet und das der Fehler bei euch lag, selbst wenn der Fehler beim Model liegt (sagt etwas wie „Ich habe mich bei der gewünschten Pose offenbar nicht klar genug ausgedrückt“, bzw. erzählt etwas von falscher Blende oder was auch immer). Versucht nun, Variationen ästhetischer Posen zu verlangen, wenn ihr nicht zufrieden seid. Falls ihr mit dem Gesichtsausdruck überhaupt nicht einverstanden seid, fotografiert nur den Body unter Körperspannung, ohne Kopf oder Details, bevor ihr euch nochmals den Ganzkörperfotos zuwendet. In der Regel werden die Models während der Akt- und Erotikfotografie mit der Zeit relaxter.

AktfotoerlaubnisBevor die Hüllen fallen, sollte zuallererst abgesprochen werden, was auf den Aktfotos überhaupt gezeigt werden soll. Klärt ab, wo die Grenzen liegen. Soll das Model ganz nackt abgelichtet werden oder nur als Akt in ästhetischer Unterwäsche? Soll das Gesicht zu sehen sein oder einzelne Körperteile? Wichtig ist auch, sich darüber einig zu werden, was ihr gemeinsam mit den Resultaten der Akt-und Erotikfotografie erreichen wollt. Druckst nicht um den heißen Brei herum, sondern findet klare Worte, was eure Vorstellungen und eigenen Zielsetzungen sind. Sprecht euch genau ab und sagt, welche Posen ihr möchtet, geht aber auch auf die Wünsche eures Models ein. Seid euch immer bewusst, dass ihr mit den Posen von Akt äußerst intime Momente eures Models – ob Mann oder Frau – festhaltet, seid daher kompromissbereit. Wenn ihr euer Aktmodell überzeugen müsst und es einige Posen auf den Aktfotos letztlich nur widerwillig einnimmt, kratzt das am Vertrauen zu euch und euer Model wird beim Shooting nicht entspannt sein. Ebenso wie verschieden die Einstellung der Menschen zu Nacktheit und Aktfotografie ist, so individuell müsst ihr auch mit ihnen umgehen. Wenn ihr Glück habt, nimmt euch euer Model beim Shooting einen Großteil der Arbeit ab und posiert selber sehr locker und freizügig während der Erotikfotografie. Anderen wiederum müssen konkrete Anweisungen hinsichtlich ästhetischer Posen gegeben werden – vermeidet aber einen Befehlston und verwendet ab und zu das Wörtchen „bitte“. Ihr als Fotografen tragt dafür die Verantwortung, dass das Model für eure Akt- und Erotikfotografie locker, entspannt oder lasziv aussieht und wirkt.

Beginnt vor der eigentlichen Akt- und Erotikfotografie mit Trockenübungen, wenn euer Model noch bekleidet ist. Bittet jedoch rechtzeitig darum, Schuhe, Socken sowie eng anliegende Kleidung abzulegen – sonst könnten beim Shooting noch lange Abdrücke auf der Haut zu sehen sein. Haltet während der Akt- und Erotikfotografie stets Bademantel und warme, bequeme Hausschuhe für euer Model bereit! Der entscheidende Moment ist der, wenn sich das Model erstmals auszieht – selbst wenn es euer eigener Partner ist. Schaut dabei nicht mit großen Augen hin, sondern benehmt euch verhalten – prüft dabei etwa die Einstellungen eurer Kamera. Legt nicht sofort mit dem Fotografieren los, sondern gebt eurem Model die Zeit, die es braucht. Es sollte sich von selbst verstehen, dass ihr euch während der Akt- und Erotikfotografie stets professionell verhaltet – wenn also euer Model tatsächlich ein Augenschmaus ist, schaut trotzdem nicht ständig hin oder stiert es gar mit offenem Mund an. Auf der anderen Seite solltet ihr jeden kritischen Blick vermeiden oder gar angewidert schauen, falls euch euer Model körperlich nicht gefällt. Bei beiden Fällen gilt: schaut eurem Model stets in die Augen, wenn ihr mit ihr oder ihm sprecht, nicht woanders hin! Macht Komplimente, aber nicht direkt über den Körper eures Models – also NICHT: „Du hast echt einen schönen Körper/Po/Busen“! Sondern vielmehr darüber, wie der Körper auf den Fotos wirkt – ALSO: „Deine Beine wirken echt gut in diesen Posen bei dem Licht“. Übertreibt es dabei nicht zu sehr mit Komplimenten für euer Aktmodell, denn das wirkt gezwungen und irgendwann unglaubwürdig.

Was klar sein sollte: Fasst euer Model niemals an! Sagt oder zeigt lediglich aus der Ferne, was ihr verändert haben möchtet, z.B. eure gewünschten Posen der Beine oder anderes. Legt NIE selbst Hand an! Das kann euch entsprechend schnell als Lüsternheit ausgelegt werden und ein sensibel aufgebautes Vertrauensverhältnis der Akt- und Erotikfotografie augenblicklich zerstören. Im allerschlimmsten Fall zieht sich das Model sofort an, verlässt das Shooting und euer Ruf als Fotograf ist ruiniert! Selbst bei Aktfotos mit dem eigenen Partner sollte Contenance bewahrt werden. Hier geht es im Augenblick um schöne Bilder, nichts anderes.

Aktfotografie wichtigste GrundregelSeid stets einfühlsam und geduldig. Dazu ab und zu ein lockerer humorvoller (aber nicht sexistischer!) Spruch, gepaart mit seriösem Auftritt bei dem ihr zeigt, dass ihr wisst was ihr wollt und das Handwerk der Kamera im Griff habt, ist fast immer die richtige Einstellung und ein Garant für erfolgreiche Fotos bei Akt- und Erotikfotografie. Ein Trick, der aber nicht immer funktioniert, ist es manchmal, sich während dem Shooting als Fotograf ebenfalls ein wenig zu entkleiden. Das kann dem Model Spannungen und Scheu nehmen, aber möglicherweise bringt es aber auch gar nichts außer roten Köpfen auf beiden Seiten. Wenn euer Model während dem Shooting einen sehr verklemmten Eindruck macht, könnt ihr vorsichtig fragen, ob eure eigene Entkleidung ihm oder ihr helfen würde. Dieser Hinweis funktioniert aber fast nur bei bereits vertrauten Personen.

Wichtig ist auch die Umgebung. Sorgt für ein angenehmes Klima und Zimmertemperatur in eurem aufgebauten Studio. Es sollte im Raum, in dem ihr die Akt- und Erotikfotografie anfertigt, eher zu warm als zu kalt sein. Ein professionelles Fotostudio sorgt dafür, dass ein Model nach jeder Session sofort Bademantel und Pantoffeln anziehen kann und es sich wohlfühlt. Ein großer Vertrauensbeweis ist es, wenn ihr eurem Model alle Aktfotos zeigt und ihr sie zusammen auswertet. Selbst wenn ihr ein Foto oder bestimmte Posen für gelungen haltet, respektiert bitte den Wunsch der Löschung, wenn sich das Model darauf nicht gefällt und versucht nicht, ihn oder sie zu überzeugen. Schließlich werdet nicht ihr, sondern euer Model als Akt verewigt. Taten wie diese und nicht vorherige Worte dienen wesentlich dem Aufbau von Vertrauen, dass das Model gern weiterhin mit euch zusammenarbeiten möchte und eure Reputation steigt.

Bildgestaltung für die Aktfotografie

Der grundlegende Trick, wie Aktfotos am besten wirken, ist eine Kombination aus entspannten oder lasziven Blicken zusammen mit angespannten Körpermuskeln – sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Körperspannung ist essentiell, gleichzeitig sollte das Gesicht locker aussehen. Damit können auch etwas gewichtigere Models eine erotische Ausstrahlung der Akt- und Erotikfotografie erreichen.

Aktfotografie BildgestaltungWie bereits gesagt, tendiere ich bei Aktfotos zur Low-Key-Beleuchtung. Damit lässt sich auch viel mit Details sowie Licht und Schatten bei ästhetischer Akt- und Erotikfotografie spielen. Zunächst ist wichtig, wie ihr euer Model platziert. Hierbei kommt es auf den Körper eures Models an, bestimmte Vorzüge zu betonen und Makel, insbesondere solche, die das Model selber an sich auszusetzen hat, außen vor zu lassen bzw. für die Aktfotos zu kaschieren. Probiert aus, wie euer Model am besten bei der Aktfotografie wirkt und welche Posen am erotischsten sind – ob stehend, sitzend, liegend. Macht keine frontalen Aktfotos, sondern – je nach den körperlichen Vorzügen eures Models – schräg von der Seite, um die bevorzugte Körperhälfte eures Aktmodells hervorzuheben. Wenn eine Brust kleiner ist als die andere, sollte diese während dem Aktshooting generell öfter in Richtung Kamera zeigen – die Proportionen wirken damit ausgeglichener. Bei kräftigeren Models etwa bietet es sich an, die Arme für das Shooting über den Kopf heben zu lassen. Das Gewebe zieht sich so zusammen, somit wirkt der Körper straffer, wie etwa ein hängender Busen. Zierlichen Frauen dagegen beugen sich bestenfalls etwas nach vorn, um die Brüste im Rahmen des Shooting größer wirken zu lassen – vermeidet dabei Aufnahmen genau senkrecht von der Seite. Ein Hinweis ist, euer Model auf Zehenspitzen stehen zu lassen, dadurch erreicht man automatisch mehr Körperspannung. Männer sollten stets versuchen, Brustmuskeln und Bizeps anzuspannen. Es ist dabei eure Aufgabe als Fotograf von guter Akt- und Erotikfotografie, stets darauf zu achten, dass dabei trotzdem der Gesichtsausdruck entspannt ist. Eine Empfehlung hierbei ist, dass euer männliches Model ein paar Minuten vor dem Shooting einige Sätze Liegestütze macht – aber nicht unmittelbar bevor es mit den Aktfotos losgeht. Vergesst nicht, wenn ihr es mit eurem Model abgesprochen und euer Studio entsprechend eingerichtet habt, nach den Ganzkörperfotos einige Körperdetails ohne Gesicht einzufangen. Also explizit Rundungen, Brüste, Po, Schultern und Arme. Diese Aktfotos wirken besonders reizvoll vor einem dunklen Hintergrund.

Extra-Tipp 1: Wasser

Der erste Tipp zu ästhetischer Bildgestaltung ist: verwendet Wasser! Nichts wirkt bei Akt- und Erotikfotografie prickelnder und erotischer als fließendes Wasser oder einzelne Wassertropfen – insbesondere bei Körperdetails. Sämtliche Posen oder Rundungen wie Brüste und Po werden dadurch bei Frauen besser betont, ebenso wirken auch schmächtige Männer auf den Aktfotos damit muskulöser. Akt- und Erotikfotografie wie diese könnt ihr unter einer (schicken) Dusche anfertigen. Generell sind Wasserperlen auf der Haut eine gute Wahl. Euer Model sollte sich vor dem Shooting fett eincremen, damit die Tropfen schön perlen und nicht gleich trocknen. Generell kann man als Alternative zu Wasser eine Creme zu verwenden, etwa Body Lotion – man kennt diesen Effekt, der Muskeln wesentlich mehr betont, von Bodybuilding-Wettbewerben. Wichtig hierbei ist, dass der ganze Körper beim Aktshooting gleichmäßig glänzt und das Licht stimmig eingerichtet ist. Auch hier treten Posen, Rundungen und Muskeln wesentlich besser hervor und wirken auf den Aktfotos erotischer.

Extra-Tipp 2: Beschlagenes Glas

Der zweite Hinweis für gute Akt- und Erotikfotografie ist es, hinter Glas zu fotografieren. Wichtig für eine optimale Wirkung ist, dass das Glas leicht beschlagen ist, damit dieser Effekt einen Sinn hat und auf den Aktfotos tatsächlich zu erkennen ist. Ihr könnt das Glas anhauchen, aber leider wird eure Atemkondensation schnell wieder verschwinden. Besser ist es, Wasser zu kochen und mithilfe des Wasserdampfs das Glas zu beschlagen. Das wirkt für prickelnde Posen bei ästhetischer Akt- und Erotikfotografie geheimnisvoll und erzeugt auch einen natürlichen Weichzeichner-Effekt. Diesen könnt ihr übrigens auch bekommen, wenn ihr die Linse eures Objektivs anhaucht. Experimentiert auch mit Wasserperlen auf der Scheibe.

Extra-Tipp 3: Schattenspiele

Schattenspiele auf nackten Körpern wirken bei ästhetischer Akt- und Erotikfotografie sehr verrucht und gleichzeitig sinnlich. Ihr benötigt dafür kein Fotostudio, sondern ihr könnt euer Model direkt vor einer – möglichst weichen – Lichtquelle platzieren, etwa einem Fenster bei Sonnenauf oder -untergang bzw. mithilfe einer Softbox, sodass die Person im Gegenlicht steht. Damit werden die Konturen betont und das im Dunkeln liegende Gesicht wirkt geheimnisvoll. Mein Lieblingstrick für die Aktfotografie ist die Verwendung von Jalousien. Platziert eine solche vor dem Fenster oder eurem Führungslicht und öffnet die Jalousie bis Maximal zur Hälfte, sodass ein ästhetischer Kontrast zwischen hellen und dunklen Streifen auf der Haut entsteht. Nun noch die richtigen Posen gewählt – und nichts wirkt für die Aktfotografie erotischer. Hier kommt es auf die Kreativität des Fotografen an.

Extra-Tipp 4: Spiegelbild berühren

Spiegelungen eures Models wirken bei ästhetischer Akt- und Erotikfotografie auch sehr prickelnd. Dabei spielt es meist keine Rolle, welche Posen euer Model einnimmt. Idealerweise berührt es dabei sein Spiegelbild. Platziert die Kamera so, dass euer Model die gewünschte Körperstelle über den Spiegel sanft anfasst. Meist reicht es für sinnliche Akt- und Erotikfotografie schon, wenn die sich die Finger leicht berühren.

Extra-Tipp 5: Rauch

Auch Rauch sorgt für eine prickelnde Stimmung bei ästhetischer Akt- und Erotikfotografie. Dabei sind keine Nebelmaschinen gemeint, sondern ein klein wenig Qualm aus einer sichtbaren Quelle. Optimal für einen Raucheffekt bei Aktfotos ist eine brennende Zigarette. Euer Model soll vorsichtig den Qualm verpusten, dass dieser sich gut im Bildrahmen ausbreiten kann. Ideal wäre es natürlich, wenn euer Model Muster mit dem ausgepusteten Zigarettenqualm machen kann. Dieser Effekt wirkt übrigens nur bei Frauen.

Extra-Tipp 6: Gegenstände und Requisiten

Wer sagt, dass man bei einem Aktfoto nur nackt sein oder Dessous tragen muss? Erotik und sexy Posen können auf vielerlei Arten fotografiert werden, Aktfotografie lebt auch von Fantasie. Probiert für die Aufnahmen von eurem Akt einfach verschiedenes aus. Benutzt Gegenstände und Requisiten. Bettlaken, Kissen, Handtücher oder Kleidung kann euer Model vor den nackten Körper halten. Ein männliches Model kann etwa auch mit einem Fußball sein Gemächt verdecken, wenn es zu seinem Typ passt. Euer Model kann für den Akt verschiedene prickelnde Posen einnehmen, ohne nur pure Erotik auszustrahlen. All das wirkt bei der Aktfotografie wesentlich interessanter und fantasieanregender als pure Nacktheit.

Outdoor-Shootings von Aktfotografie

Outdoor Model für Akt Fotos Erotikfotografie im Freien zu schießen ist für einen Fotografen und sein Model wahrscheinlich eine der schwierigsten Herausforderungen. Oftmals ist es schon anspruchsvoll genug, in den abgeschotteten vier Wänden einen entspannten Zustand ästhetischer Posen zu erzeugen – umso schwerer ist das für die meisten in der Öffentlichkeit. Wie gesagt, es gibt Leute, denen es nichts ausmacht oder denen es sogar Spaß macht, nackt zu posieren und dabei fotografiert zu werden. Nur solche Leute werden überhaupt in der Lage dazu sein, solche Aktionen der Erotikfotografie zu starten. Und das dürften nur die Wenigsten sein.

Seid euch im klaren darüber, dass ihr bei der Erotikfotografie im öffentlichen Raum Aufmerksamkeit erzeugt. Im schlimmsten Fall wird wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses Anzeige erstattet. Damit es nicht soweit kommt, solltet ihr an Orten fotografieren, wo sich wenig bis keine Schaulustige hin verirren, also Wälder, leerstehende Gebäude oder ähnliches (das soll aber keine Einladung zum Hausfriedensbruch sein!). Bevor ihr euch an die eigentliche Aktfotografie begebt, probt vorher mit dem bekleideten Model sämtliche Posen, die ihr besprochen habt. Bezieht, so weit es geht, die Umwelt mit ein. Das heißt, integriert euer Model in die Umgebung der Aktfotografie. Denn sonst macht es keinen Sinn, das Risiko eines Outdoor-Aktshootings einzugehen und ihr könntet die Bilder auch im stillen Kämmerlein anfertigen. Also, euer Model sollte sich an einen Baum oder eine Wand lehnen oder auf einem Felsen sitzen. Besonders reizvoll, aber am gefährlichsten ist Aktfotografie direkt in der Öffentlichkeit, das heißt auf Straßen, Plätzen, Parks, Brücken oder gar vor Sehenswürdigkeiten.

Aktfotografie OutdoorDer offizielle Weg hierfür ist die Beantragung einer Genehmigung. Jedoch ist davon auszugehen, dass ihr diese für Erotikfotografie normalerweise nicht bekommt, wenn ihr nicht gerade ein Starfotograf seid oder ihr ein bekanntes Model vorweisen könnt. Falls ihr tatsächlich derartige Bilder machen wollt, sollte diese Art ästhetischer Erotikfotografie nachts oder bei Morgengrauen geschehen, wenn möglichst wenig Menschen im öffentlichen Raum unterwegs sind. Selbst dann solltet ihr weitestgehend vorbereitet sein. Das heißt, euer Model zieht eine lange Jacke oder einen weiten Mantel an, worunter bereits alles arrangiert ist (also nackt oder in der gewünschten Unterwäsche). Nun sollte alles blitzschnell gehen: Kleidung auf, das Einnehmen ästhetischer Posen, einige passende Fotos machen, anziehen und gleich wieder verduften. Seid euch dabei stets über die Konsequenzen im Klaren! Wenn ihr erwischt werdet, droht euch bestenfalls ein hochroter Kopf durch Gaffer, die vielleicht lachen oder selber Handyfotos von euch machen. Und schlimmstenfalls eine Anzeige. Definitiv rate ich euch von Erotikfotografie in öffentlichen, aber geschlossenen Räumen ab! Ärger ist quasi vorprogrammiert, wenn ihr in Tiefgaragen, Museen, Einkaufsläden oder Restaurants Akt fotografieren wollt. Falls ihr tatsächlich diese Aktfotografie durchzieht, benutzt eine unauffällige Kompaktkamera oder das Smartphone und packt nicht erst eure DSLR aus, bei der ihr gar noch mit Objektiven oder verschiedenen Kameraeinstellungen herumexperimentiert. Und bitte achtet darauf, die Erotikfotografie so unauffällig zu machen, dass es andere Leute nicht bemerken und keinesfalls Kinder in der Nähe sind! Aber wie gesagt, bitte verzichtet darauf. Das Risiko eines Hausverbotes und der damit verbundene Gesichtsverlust im Moment der Bloßstellung ist dabei noch das Mindeste. Und in der Regel ist dies sowieso keine gute Erotikfotografie, sondern es kommen nur spontane Schnappschüsse heraus. Das hat auch nichts mit ästhetischer Aktfotografie zu tun, sondern Aktionen wie diese sind lediglich selbstzweckhafte Tabubrüche oder Mutproben.Aktfotografie im Wasser