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Babyfotos selber machen

Schöne Babyfotos selber machen – Fehler vermeiden

Für frisch gebackene Eltern ist ihr Kind meist das Größte auf der Welt. Und die meisten wollen diese Momente des Glücks für die Ewigkeit selber mit der Kamera, wie z.B. der Sony SLT-A58K SLR, auf Babyfotos festhalten – für die eigene Erinnerung, oder um ihrem Kind dessen Entwicklung später zeigen zu können. Sehr oft möchten Eltern ein qualitativ hochwertiges Babyfoto ihres Nachwuchses einrahmen und aufstellen, verschicken oder gar als Poster ausdrucken lassen. Kleinkinder verändern sich wesentlich schneller als Erwachsene, dementsprechend sollte ein Shooting in regelmäßigen Zeitabständen erfolgen, wenn die Veränderung des Kindes auf qualitativ hochwertigen Fotos festgehalten werden soll. Wenn man eine komplette Chronologie der Entwicklung seines Kindes verfolgen möchte, bietet sich an, Fotos vom Babybauch während der Schwangerschaft über die Geburt bis zum Jugendalter zu machen. Wobei man erfahrungsgemäß Babyfotos am ehesten anfertigt, weil sich die Kinder in diesem Alter am meisten stark verändern. So hat man noch Jahrzehnte später Freude daran. Weil viele Shootings beim Profifotografen aber kosten- und zeitintensiv sind, findet ihr in diesem Artikel einige No-Go’s, auf die ihr in jedem Fall verzichten solltet und Tipps, wie ihr gute Babyfotos selber zuhause machen könnt.

No-Go: Falsches Licht bei Babyfotos

Das wichtigste, worauf ihr bei eurem Babyfoto-Shooting auf jeden Fall verzichten solltet, ist Blitzlicht. Nicht nur, dass die Babyfotos aufgrund der Überstrahlung des Hauptmotivs für gewöhnlich nicht gut aussehen, sondern euer Baby kann sich wegen dem Blitz erschrecken und anfangen mit Weinen. Mit Blitz kostet es bei der Babyfotografie einiges an Zeit und Nerven, das Kind wieder zu beruhigen und das Fotoshooting fortzusetzen. Verwendet statt einem Blitz oder anderen künstlichen Lichtquellen, so gut es geht, natürliches Licht. Normalerweise nimmt man Portraits und generell die meisten Fotos mit Seitenlicht auf, doch bei Babyfotos kann man durchaus eine Ausnahme machen. Das heißt, fotografiert bei Fotoshootings mit euren Kleinen mit dem Licht. Denn es kommt bei Babyfotos nicht zu sehr auf eine stimmungsvolle Atmosphäre an, sondern darum, euer Kind möglichst freundlich und mit zahlreichen Details zu fotografieren. Das bedeutet natürlich auch, im Gegensatz zur bei einigen Portraits oftmals interessanten, Low-Key-Beleuchtung, für gelungene Babyfotos stets einen möglichst hellen Raum zu wählen. Ganz einfach deshalb, weil Babyfotos üblicherweise fröhlich, heiter und kindgerecht wirken sollen.

 

No-Go: Falsche Stimmung bei Babyfotos

Viele Hobbyfotografen fotografieren ihr Babyfoto im abgedunkelten Kinder- oder Wohnzimmer. Dabei wird sich nicht die Mühe gemacht, einen passenden freundlichen Ort zu suchen, sondern es wird der bevorzugte „Lieblingsort“ der Kinder als Umgebung für ein Babyfoto gewählt. Und dieser liegt meist etwas im Dunkeln, wo die Babys ihre Ruhe haben und schlafen können. Oder das Babyfoto-Shooting wird auf der kuschelig-gemütlichen Couch gemacht, die aber in der dunkelsten Wohnzimmerecke steht. So achten viele nicht darauf, ob dieser Platz fotogerecht für ein Fotoshooting mit dem Kind aussieht. Babyfotografie sollte daher in einem lichtdurchfluteten Raum mit hellen Wänden, bestenfalls in Fensternähe, stattfinden. Wählt für euer Babyfoto am besten den größten und hellsten Raum eurer Wohnung oder eures Hauses aus. Breitet etwa eine flauschige Decke am Fenster aus und haltet, für gute Tiefenschärfe, möglichst viel Abstand zur nächsten Wand hinter eurem Baby. Notfalls könnt ihr für eine freundliche Babyfotografie die Umgebung mit weißen Bettlaken nachhellen, bzw. das Fensterlicht darüber auf euer Baby reflektieren lassen. Ein großer Anfängerfehler ist dabei, dass zwar das Kind als Motiv hell beleuchtet ist, aber der Hintergrund auf dem Babyfoto oft düster und grau aussieht. Achtet daher unbedingt auf eine ausreichende Helligkeit des Hintergrundes bei den Kinderfotos! Dieser soll auf Babyfotos stets freundlich aussehen, die unterschiedliche Wirkung werdet ihr feststellen. Macht euch bitte auch die Mühe und stattet die Umgebung mit Spielsachen aus. Verzichtet für die Babyfotografie bei der Wahl des Untergrundes auf allzu buntes, etwa Decken mit Regenbogenfarben. Das wirkt auf dem Babyfoto oft zu dominant und lenkt vom eigentlichen Motiv – dem Kind – ab. Wählt lieber eine helle, schlichte Unterlage, höchstens mit dezenten Mustern.

Bei Aktivitäten wie dem Babyschwimmen entstehen meist von allein schicke Babyfotos vor dem Hintergrund einer angenehmen Atmosphäre. Meist sind Freizeitbäder generell hell beleuchtet – ideal für weiches, helles, natürliches Licht für ein Fotoshooting. Achtet nur darauf, euch nicht die dunkelste Ecke des Bades für die Babyfotografie auszusuchen, sondern euch beim Babyschwimmen möglichst nah an einer lichtdurchfluteten Stelle aufzuhalten.

Bei Außenaufnahmen der Babyfotografie sollte eine freundliche grüne Wiese gewählt werden. Achtet darauf, sowohl für das Wohlergehen eures Kindes als auch der Qualität der Babyfotos nicht in der Mittagssonne zu fotografieren. Erstens quält ihr damit das Kind beim Shooting, andererseits ergibt die hoch stehende Sonne harte, kontrastreiche Schatten – und damit nicht den Effekt, der gewöhnlich bei süßen Babyfotos gewollt ist. Nutzt auf jeden Fall flaches Sonnenlicht oder einen bewölkten Tag für ein Fotoshooting. Auch wenn die Umgebung dann leider nicht mehr so freundlich aussieht, braucht ihr euch über Schattenbildung keine Sorgen zu machen und ihr bekommt das Sonnenlicht für euer Babyfoto mehr diffus.

Drinnen wie draußen solltet ihr eine Umgebung aussuchen, die hell, bunt, farbig, freundlich – eben kindgerecht für ein Babyfoto aussieht. Selbstverständlich sollte sich das Kind wohlfühlen, also die Temperatur angenehm sein – und lieber ein klein wenig wärmer als normale Raumtemperatur. Bei Babyfoto-Außenaufnahmen sollte entsprechend auf warmes Wetter und/oder die richtige Kleidung wert gelegt werden. Die besten Babyfotos entstehen, wenn das Kind satt und zufrieden ist. Dann es am geduldigsten und lacht beim Fotoshooting – Kinderfotos von weinenden Gesichtern will man schließlich nicht fotografieren. Diese Stimmung erzeugt ihr bei guter Babyfotografie auch, indem ihr auf euer Kind eingeht, mit ihm lacht und euch mit ihm freut. Das wird sich auf das Baby übertragen.

 

No-Go: Falsche Perspektive bei Babyfotos

Fotografiert eure Babyfotos nicht von oben nach unten auf euer Kind. Das sieht wie ein simpler Schnappschuss aus, der noch dazu, aufgrund der fehlenden Raumtiefe, flach und damit billig aussieht. Noch dazu wirkt euer Baby dadurch allzu klein oder zerbrechlich. Das bedeutet: geht für euer Babyfoto-Shooting definitiv auf Augenhöhe mit eurem Kind! Das bedeutet, legt euch flach auf den Bauch. Neben der normalsichtigen Perspektive der Babyfotografie, mit der ihr am meisten Details – selbstverständlich auch die großen Kinderaugen – einfangen könnt, hat diese Ansicht auch den Vorteil, dass ihr in direkten Blickkontakt zum Baby tretet. Ihr könnt während dem Fotoshooting gegenseitig aufeinander reagieren und euer Kind fühlt sich wohler und bleibt damit geduldiger, wenn eine direkte Bezugsperson in Sichtweite ist. Auf jeden Fall solltet ihr euch mit dem fotografieren für euer Babyfoto beeilen, wenn das Kind zu euch schaut. Denn es kann schneller passieren als gedacht, dass euer Kind wegkrabbelt oder keine Lust mehr auf das Babyshooting hat.

Beim Posen der Kinder sind deren natürlichen Verhalten keine Grenzen gesetzt. Babys und ganz kleine Kinder könnt ihr natürlich auch eurem gestalterischen Wunsch entsprechen „platzieren“. Der Klassiker ist natürlich das Krabbeln auf dem Bauch. Doch nach einigen Monaten wehren sich Kinder, wenn ihnen etwas nicht passt und positionieren sich von allein. Motiviert euer Kind, etwa mit Spielzeug, beim Fotoshooting am Ball zu bleiben. Aber zwingt euer Kind nicht, bestimmte Positionen einzunehmen, wenn es partout nicht will! Lasst euer Kind machen, dann bekommt ihr auch die natürlichsten und damit authentischsten Posen.

 

No-Go: Falsche Technik bei Babyfotos

Verzichtet auf ein Weitwinkelobjektiv bei euren Kinderfotos. Diese sind für Portraitfotos in keinesfalls geeignet, weil das Baby viel zu klein erscheint und lediglich den Raum betont – es sei denn, ihr wollt tatsächlich euer Kind als nur einen Bestandteil in die Umgebung einbetten. Wenn ihr mit einem Weitwinkelobjektiv nah an euer Baby herangeht, wird es an den Rändern stark verzerrt dargestellt. Und da Babys generell klein sind, noch mehr als Erwachsene. Es wirkt somit wesentlich dicker als es tatsächlich ist. Dagegen solltet ihr ein Objektiv mit mindestens 50mm Brennweite verwenden, besser ab 100mm. Geht damit besser so nah ran wie es der Fokus eures Objektivs hergibt, um möglichst alle Details einzufangen und eine optimale Tiefenschärfe zu erreichen. Oder benutzt ein Zoomobjektiv, um richtig nah einzelne Körperteile, wie Fingerchen, erfassen zu können. Wählt eine möglichst hohe Blende, dass die Fotos so hell und damit freundlich wie möglich werden. Falls euer Baby krabbelt, wählt eine kurze Belichtungszeit. Ansonsten habt ihr Fotos mit unschöner Bewegungsunschärfe. Mit Smartphones oder Kompaktkameras könnt ihr mit all den Tipps in diesem Artikel selbstverständlich auch schöne Bilder machen, auch wenn ihr dann auf Tiefenschärfe verzichten müsst. Wichtig ist in jedem Fall, so viele Fotos wie möglich zu machen. Für die Löschung der Ausschussfotos habt ihr später noch genug Zeit.

 

No-Go: Falsche Passbild-Anfertigung bei Babyfotos

Seit Juni 2012 benötigen Babys von der Geburt an einen gültigen Kinderreisepass mit Passfoto, auch innerhalb der EU. Dieses Gesetz wurde beschlossen, um grenzüberschreitende Kindesentführungen zu verhindern. Für viele Eltern ist diese Begründung jedoch nur ein Vorwand, um wegen des Mehraufwandes der Erstellung von einem Kinderreisepass den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wie dem auch sei, zahlreiche Eltern sehen es nicht ein, extra deshalb zum Fotografen zu gehen und versuchen daher, selber ein Passfoto nach Vorschrift von ihrem Kind zu machen. Obwohl, im Gegensatz zum biometrischen Passfoto von Erwachsenen, hinsichtlich der Blickrichtung oder der Kopfhaltung Toleranzen bei Kindern erlaubt sind, sehen viele Behörden diese Abweichungen nicht so liberal. Viele Eltern sind dann frustriert, nochmals ein Passfoto von ihrem Sprössling machen zu müssen. Damit das nicht passiert, hier einige Tipps. Viele Eltern machen den Fehler, ein Baby oder Kleinkind normal frontal bei einem aufwendigen Fotoshooting fotografieren zu wollen. Leider halten diese aber meist nicht still, wie man sich das vorstellt – das ist bei normalen Babyfotos oft schon ein Problem und hier erst recht: die Behörden bestehen auch bei einem Kinderreisepass auf eine klare Kinnlinie auf ihren biometrischen Passfoto-Vorlagemustern. Wie bei einem üblichen Passfoto auch muss der Hintergrund steril und einfarbig, bestenfalls weiß, sein. Damit euer Baby stillhält und ihr ein gelungenes Passbild in den Kasten bekommt, sollte man das Kind auf ein weißes Bettlaken legen. Platziert dieses für ein Passfoto in Fensternähe oder beleuchtet das Kind so, wie im Artikel über Beleuchtung bei Portraitfotografie beschrieben. Nun fotografiert ihr direkt von oben– fertigt also quasi einen Top-Shot an. Wenn das Kind auf dem Rücken liegt und ihr es ein wenig bespaßt, solange ihr die Kamera einrichtet, guckt es meist für ein gutes Passfoto lang genug geduldig nach oben, sodass der Kopf aufrecht aussieht. Der Hintergrund liegt zwar dann meist in der Schärfe, aber das ist bei einem einfachen, schlichten Laken als Hintergrund egal. Achtet darauf, den Moment für das Passfoto zu erwischen, wenn euer Baby den Kopf genau senkrecht zum Oberkörper hält und einen möglichst „normalen“, das heißt emotionslosen, Gesichtsausdruck hat. Schneidet nun über ein Foto-Programm, oder einen der zahlreichen kostenlosen Passfoto-Generatoren aus dem Internet, das Bild genau nach den vorgegebenen Maßgaben auf 10x15cm zurecht. Wenn ihr so vorgeht, dürfte mit solch einem selber fotografierten Passfoto für die Kinderreisepass-Beantragung bei eurer Behörde nichts mehr im Weg stehen.

 

No-Go: Falsche Herangehensweise bei Babyfotos

Seid nicht langweilig bei eurem Foto! Das heißt, schießt nicht immer dieselben Kinderfotos vom großen Babykopf, der in die Kamera schaut. Seid kreativ als Fotografen, arbeitet beim Fotoshooting mit Ebenen oder Details. Hier ein paar Tipps als Anregung: Fokussiert etwa für ein Babyfoto einen nach vorn ausgestreckten Kinderfuß mit dem Köpfchen unscharf im Hintergrund. Oder fotografiert euer Baby dann, wenn die kleinen Händchen den Finger eines Erwachsenen umfassen. Damit werden insbesondere die Größenrelationen zwischen Kindern und Erwachsenen deutlich – gerade nach der Geburt ist ein solches Babyfoto wunderschön.

Ihr könnt bei einem spontanen Shooting euer Kind auch dann fotografieren, wenn es beschäftigt ist oder spielt. Erstens habt ihr dann ein geduldiges Motiv und ihr könnt euch mehr Zeit beim fotografieren für ein gelungenes Babyfoto lassen. Und zweitens sind diese Babyfotos wesentlich spannender als die üblichen Shootings, wo das Kind stets immer wieder in die Kamera blickt. Macht ein kleines Fotoshooting, wenn das Baby lachend mit seinem Lieblingskuscheltier spielt. Holt die Kamera raus, wenn es in der Badewanne plantscht. Ihr könnt euer Kind fotografieren, wenn es fasziniert eine Blume betrachtet. Macht ein Fotoshooting beim Basteln. Und wenn euer Kind schon etwas größer ist, fotografiert es, wenn es ein Bild malt oder gerade seinen Lieblingssport betreibt. Ihr könnt bei einem Shooting auch ganze Abläufe fotografieren, oder nutzt alternativ die Serienbild-Funktion eurer Kamera. Im besten Fall erzählt ihr mit der Babyfotografie eine kleine Geschichte – etwa bei einem Fotoshooting, wenn euer Kind einen kleinen Hügel erklimmt. Erstes Bild: vor dem Hügel. Zweites Bild: der mühsame Aufstieg. Drittes Bild: Hurra, geschafft – jubelnde Arme auf dem Gipfel. Eine solche kleine Abfolge von mehreren Fotos könnt ihr beispielsweise als Collage, bestehend aus den drei Bildern, nebeneinander in einen Rahmen stellen – und ist etwas erfrischend anderes.
Hier könnt ihr euch weiterführend mit unseren Kameratests vertraut machen und euch die Modelle heraussuchen, mit der ihr euer Kind in optimal Szene setzen könnt.